Freitag, 20. Mai 2011

AFS Reise

Erstmal eine Karte damit ihr wisst wo die verschiedenen Orte liegen. Jujuy und Chaco sind die beiden Gelben Felder ganz im Norden und Misiones das Rote zwischen Brasil und Paraguay

Freitag 06. Mai
Nach Buenos Aires geflogen. Dort umgestiegen und weiter nach Resistencia in der Provinz Chaco (die ärmste Provinz Argentiniens), wo sich alle Austauschschüler von AFS versammeln würden um die Reise gemeinsam zu beginnen. Weil es keinen anderen Flug gab, bin ich schon eine Nacht früher dorthin und hab zusammen mit anderen denen es genauso ging bei freiwilligen AFS Miarbeitern übernachtet. Wobei wir nicht viel geschlafen haben, weil wir in die Disko sind :D 

In Resistencia

Samstag 07.Mai
Ausgeschlafen und uns Resistencia, die Stadt der Skulpturen, angeschaut. Abends dann im Busterminal zusammen mit den anderen AFSlern in den Reisebus gestiegen und nach Salta gefahren, 12 Stunden ungefähr.

Sonntag 08. Mai
Wir hatten fast einen Busunfall weil wir ein Pferd angefahren haben. Wir haben ins Hotel eingecheckt und sind dann auf eine Citytour durch Salta. Am Abend sind wir auf einen art Bazaar wo man so Mitbringsel kaufen kann und in einem Restaurant essen gegangen. Die Empanadas schmecken hier im Norden schon besser.

Dieses Gebäude stand gegenüber von unserem Hotel
Bei unserer Citytour sind wir mit einer Gondel so hoch gefahren, dass man die ganze Stadt sehen konnte

Das gibts in Ushuaia zum Glück nicht...

Gruppenfoto. Wir waren 52 glaub ich


Monatg 09. Mai
Wir sind im Bus nach Jujuy gefahren. Dort ist die Sierra de los 7 colores. Sieht echt hammer aus. Die Berge sind bunt, weil im Gestein Eisen ist, das je nachdem ob es rostet oder irgendwas in der Art eine andere Farbe annimmt. Wir sind auch in einige Dörfer gefahren, Humahuaca und Puramarca zum Beispiel. Die Leute leben da total anders, auch viel einfacher. In Humahuaca haben wir in einem Restaurant gegessen in dem auch Musik gespielt wurde. Ich hab mir Cocablätter gekauft. Die muss man sich, also mind 10 oder bis zu 80 Blätter, in den Mund legen und einfach dort lassen. Machen die Leute hier wie Matetrinken. Unser Reiseleiter meinte, dass seien keine Drogen, aber man darf es trotzdem nicht in Deutschland und anderen Ländern einführen. Wir sind auch zum südlichen Wendekreis )(da war so ein Monument). Und wir sind im Bus durch San Salvador de Jujuy, die Hauptstadt der Provinz, gefahren, durften aber nicht aussteigen.
Wir Deutschen. Wir waren in der überzahl, aber es gab auch viele Italiener

Jalka heisst auf Finnisch Fuss, deshalb haben wir Finnen ein Bild drunter gemacht, mit hochgehobenem Fuss :D




Der Wendekreis, Capricornio stand überall drauf

Dienstag 10. Mai
Wir sind Rafting gegangen. Das war richtig geil, hat total viel Spass gemacht. Nach dem Abendessen sind wir in eine Peña, so ein Lokal wo man was trinken kann und nebenher Folklore gespielt und getanzt wird. Wir Austauschschüler mussten auch alle tanzen.



Mittwoch 11. Mai
Die Reise nach Salta und Jujuy war vorbei. Wir sind wieder nach Resistencia gefahren. Dort sind einige ausgestiegen und andere zugestiegen. Nach dem Essen sind wird dann nach Misiones, eine der nördlichsten Provinzen Argentiniens gefahren.Jujuy ist die nördlichste.

Donnerstag 12. Mai
Morgends sind wir in Misiones angekommen. Die Luft war so schwühl dass sogar die Geldscheine ganz nass waren. Wir sind zu einer Edelsteinmiene Wanda gefahren, da gibt es ganz viele Dinge aus vielen schönen bunten Steinen zu kaufen.
Danach sind wir im Hotel einchecken gegangen. Es gab einen Pool und eine Bar.
Am abend sind wir zum 3 Länder Eck von Brasilien, Argentinien und Paraguay gefahren. Unser Guide war irgendwie voll besoffen oder hatte eine Krankheit. Und es war dunkel also haben wir nicht viel gesehen.
Im Hotel haben wir dann noch an der Bar Musik gehört, Truco gespielt, ein argentinisches Kartenspiel, und getanzt. Irgendwann haben wir uns dann angefangen in den Pool zu schucken und jaah war ganz lustig der Abend.

Am 3 Länder Eck

Freitag 13. Mai
Endlich war es soweit, wir sind zu den Iguazu-Wasserfällen gefahren. Das sind die Wasserfälle des Flusses Iguazu der die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien bildet. Der Anblick ist atemberaubend. Ich hab noch nie sowas in der Art gesehen gehabt. So viel Wasser... Wir sind viel im Nationalpark gelaufen. Die Bootstour unter den Wasserfällen durften  wir leider nicht machen, weil AFS das so entschieden hat wegen den Todesfällen die es da gab. Wir wurden mit einee Minibootstour um die Natur zu sehen getröstet. Da waren so viele Schmetterlinge. Ein Krokodil ist 2m neben unserem Boot geschwommen. Da hatte ich schon bisschen Schiss... und ein Babykrokodil haben wir auch gesehen.
Mir wurde erzählt, dass im Vergangenen Jahr 7 junge Frauen Selbstmord an den Iguazu Wasserfällen begangen haben und 5 davon waren Deutsche... 
Am Abend wurde im Hotel noch ordentlich gefeiert weil es ja unser letzter Abend war...

La Garganta del Diablo

Es gab so viele Schmetterlinge, dass es schon nervig war


Ein Krokodil

Coatis



Samstag 14. Mai
Den ganzen Tag zurueck nach Resistencia gefahren. Dort haben einige wieder die Nacht verbracht und am nächsten Tag bin ich nach Buenos Aires geflogen. Dort hat mich ein Kumpel von meiner Gastschwester Sol abgeholt und nach La Plata gebracht, wo ich noch 1 Woche verbringen werde. 


Die Reise war so wunderschön und auf jedenfall das ganze Geld wert was sie gekostet hat. Ich bin so froh, die ganzen Menschen und Orte kennengelernt haben  zu dürfen. Es war so interessant, weil wir ja Jugendliche aus allen Teilen der Welt waren, die jetzt aber ziemlich argentinisiert sind. Wir haben untereinander auf Spanisch geredet was wir ja mittlerweile alle fliessend beherrschen. Nur jeder hat halt anderen Akzent. Es waren auch 2 Finninen auf der Reise, mit denen konnte ich dann auch mein eingerostetes Finnisch üben. Französisch hat leider nicht so geklappt, mit den Franzosen musste ich deshalb beim Spanischen bleiben. Und es war auch ganz lustig mal wieder Deutsch zu reden und so viele Deutsche um sich zu haben. Mir ist da schon aufgefallen wie typisch deutsch wir doch sind und dass unser Humor ganz anders ist als der argentinische, an den ich mich doch jetzt sehr gewöhnt hatte. Am Ende der Reise beim Abschied haben viele auch geweint und irgendwie ist da auch dieses Abreisefeeling was uns am Ende des Austausches erwartet aufgekommen...



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